Intermodale ÖV-Drehscheibe

Die Bauarbeiten am Bahnhof Egerkingen schreiten sichtbar voran: Die Perrons wurden bereits erhöht und der Umbau der Unterführung ist bald abgeschlossen. Als nächster Schritt steht nun ein Aus- und Umbau der Infrastruktur vor und neben dem Bahnhof an.

Zur Optimierung des ÖV-Angebots für die Einwohnerinnen und Einwohner, die Arbeitsplatzgebiete, die Einkaufszentren und im Hinblick auf die in Zukunft wachsende Bedeutung des Verkehrsknotens Egerkingen (Ausbau Busangebot mit Linie 126, 501 und 507 (bereits erfolgt), langfristig angestrebt: Fernverkehrshalt SBB ab 2030/35 und Regionalzüge im Viertelstundentakt ab 2040) soll der Bahnhof Egerkingen zu einer intermodalen ÖV-Drehscheibe ausgebaut werden. Dies geschieht analog zur ÖV-Drehscheibe in Schönenwerd, welche diesen Oktober bereits eröffnet wurde.

Mit dem Ausbau der Bahnhofinfrastruktur sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Steigerung der Attraktivität des Bahnhofareals durch bauliche und gestalterische Massnahmen.
  • Verbesserte Umsteigebeziehungen zwischen Bahn und Bus, mit der Schaffung von je zwei Bushaltekanten in beide Fahrtrichtungen. Bei den beiden Doppel-Bushaltestellen ist jeweils ein Buswartehaus vorgesehen. Die SBB plant zudem direkt an der ostseitigen Bushaltestelle eine WC-Anlage sowie einen Velounterstand.
  • Bike&Rail-Anlage mit langfristig (nord- und südseitig) ca. 110 Veloabstellplätzen sowie Park&Rail-Angebot mit 34 Autoparkplätzen (davon sind zwei Behindertenparkplätze).
  • Einrichtung eines Mobility-Standorts.
  • Verbesserung der Sicherheit des Langsamverkehrs (Fussgänger / Velo). Um Fussgängern die Querung der Güterstrasse auf breiter Front zu erleichtern, werden die beiden Fahrspuren durch eine langgestreckte Mittelinsel getrennt.

Nachdem die Verhandlungen mit den betroffenen Grundeigentümern nun abgeschlossen werden konnten, ist damit zu rechnen, dass das Baugesuch in Kürze eingereicht werden kann. Verlässliche Aussagen zum Zeitplan der Bauarbeiten können jedoch erst nach Vorliegen der Baubewilligung gemacht werden.

Gisela Löffel, BSB+Partner

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